Die letzten Jahre waren in erster Linie von einem quantitativen Wachstum der Gemeinde geprägt. So wurden große Wohnbaugebiete in Vaterstetten und ein riesiges Gewerbegebiet zwischen Parsdorf und Grub neu ausgewiesen. Qualitative Gesichtspunkte blieben dabei auf der Strecke. Das muss dringend geändert werden. Wir müssen das Soziale und die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt des Handelns stellen. Dazu sind innovative Lösungen gefragt.
Vaterstetten ist im letzten Jahrzehnt vergleichsweise schnell auf heute über 25.0000 Einwohner gewachsen. Große Wohnbaugebiete in Vaterstetten und ein riesiges Gewerbegebiet zwischen Parsdorf und Grub wurden neu ausgewiesen. Eine notwendige Anpassung der Infrastruktur, seien es Schulen, Kindertagesstätten, Jugend-, Kultur- und Sozialeinrichtungen etc., gelang dabei nicht immer.
Kinderbetreuung vor Ort
Eine wohnortnahe und gut finanzierte Kinderbetreuung braucht mehr Fachpersonal, bessere digitale Abläufe und eine faire Unterstützung aller Träger.
Kinderbetreuungseinrichtungen sollten gleichmäßig über das gesamte Gemeindegebiet verteilt sein, um eine wohnortnahe Versorgung sicherzustellen und den Bring- und Holverkehr zu reduzieren. Obwohl ausreichend Betreuungsplätze und Räumlichkeiten vorhanden sind, besteht weiterhin ein erheblicher Mangel an Fachkräften. Die Nutzung des Elternportals zur Platzvergabe gestaltet sich für viele Eltern als kompliziert und wenig nutzerfreundlich. Das muss verbessert werden. Um die finanzielle Stabilität der Betreuungseinrichtungen zu sichern, sollten mit allen Trägern Defizitverträge abgeschlossen werden, die die Betriebskosten vollständig abdecken.
Die SPD nimmt die Erkenntnisse der Klimaforscher ernst und weist darauf hin, dass nicht mehr viel Zeit zum Handeln bleibt. Uns ist klar, dass den Sonntagsreden endlich Taten folgen müssen, um die dringend notwendige Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. Gute Politik im Klimaschutz und bei der Energiewende schafft Arbeitsplätze, die Wertschöpfung bleibt im Land und die Versorgungssicherheit wird durch lokale erneuerbare Energien gewährleistet.
In diesem Bereich brauchen wir einen Paradigmenwechsel hin zu nachhaltigen Lösungen. In Zukunft müssen Fußgänger, Radfahrer und vor allen Dingen der ÖPNV deutlich stärker im Mittelpunkt stehen als bisher.
Insbesondere für Kinder muss die Verkehrssicherheit erhöht werden. Deshalb darf vor Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen dem motorisierten Individualverkehr nicht mehr der Vorrang gegeben werden. An Schulwegen und Fußgängerüberwegen muss Tempo 30 zum Standard werden. Durch die geänderte Straßenverkehrsordnung ist das jetzt auch an übergeordneten Durchfahrtsstraßen möglich. Für den Bereich des Dorfplatzes in Parsdorf haben wir dazu einen Antrag bei der zuständigen Verkehrsbehörde (Landratsamt Ebersberg) auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h gestellt.
Die Gemeinde Vaterstetten leidet bei den Steuereinnahmen nach wie vor unter einem strukturellen Defizit. Die Gewerbesteuereinnahmen sind für eine Kommune unserer Größenordnung viel zu niedrig. Allerdings hält die SPD Vaterstetten nichts davon ausschließlich flächenintensive Großbetriebe anzusiedeln. Vielmehr brauchen wir einen gesunden Mix zwischen kleineren, mittleren und größeren Firmen, wie wir das ausführlich unter dem Punkt: „Gewerbeansiedlungen“ beschrieben haben.
Die Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung sind gefordert gewerbesteuerstarke Unternehmen zu finden, um sie bei uns anzusiedeln. Lieber halten wir Gewerbeflächen in der Hinterhand bevor wir sie vorschnell an schwache Gewerbesteuerzahler vergeben.
Um die Einnahmesituation zusätzlich zu verbessern, soll auch die Möglichkeit der Einführung einer Zweitwohnungssteuer geprüft werden.
das Soziale und die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt des politischen Handelns stellen und auf innovative Lösungen zu setzen!